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 Geliebter Todfeind

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littlesister
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BeitragThema: Geliebter Todfeind   Mo März 03, 2014 3:06 pm

Huhu! Dies hier war meine erste Ff überhaupt, also seid bitte nachsichtig, was den Schreibstil angeht Razz 


Geliebter Todfeind


-für Jessica

Prolog – Frühlingsfeuer



Ich dachte, meine Lunge würde platzen. Überall um mich herum war Feuer. Frühlingsfeuer – ein beschissener Brauch der Deutschen. Überall waren Menschen und keiner hätte sagen können, ob vereinzelte Schreie sich fröhlich oder schmerzvoll anhörten. Scheiße, dieser Ort war zu perfekt für sie. Ich konnte mich nicht verwandeln und so rannte ich, Leah, der einzige weibliche Werwolf (ups, Gestaltwandler), in meiner menschlichen Gestalt herum und suchte verzweifelt nach meinen Feinden, die den festhielten, den ich am meisten liebte: meinen geliebten Todfeind.

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BeitragThema: Re: Geliebter Todfeind   Mo März 03, 2014 3:07 pm

Unheilvolle Visionen


,,Das kann doch nicht wahr sein!“
Wütend knallte ich den cremefarbenen Briefumschlag auf den Tisch. Meine Mutter, die gerade ein Buch las, sah mich missbilligend an.
,,Leah Clearwater, was ist denn nun schon wieder los?“
Ihr Tonfall verriet, dass sie leicht genervt von mir war.
Ich fauchte sie an: ,,Jacob heiratet eine Acht – Jährige ( Na gut, sie sieht aus wie 19, aber darum geht es ja gar nicht), die auch noch dein Vamp...“
,,Halbvampir!“, unterbrach sie mich lachend, ,,Aber das war doch schon von vornherein klar, Leah. Er ist auf sie geprägt worden und wir müssen uns mit dem Gedanken anfreunden, dass wir sozusagen mit den Vampiren verbrüdert sind!“
,,Na toll! Und wir sind auch noch zur Hochzeit eingeladen (Yey), bei der die gesamte Vampirgesellschaft anrückt, zusammen mit diesen bescheuerten Volturi (also echt, erst wollen die Cullens mit uns gegen sie kämpfen, doch dann verbrüdern sie sich auf einmal mit denen). Dann werden alle diese kleine Göttin Jessica (Anmerkung der Autorin: Lest >>Biss zum Volturimädchen<<) anbeten. Die den ach so armen Caius aus seiner Trauer gerettet hat und alles über uns weiß!“
Ich schnaubte verächtlich, achtete nicht auf den Gesichtsausdruck meiner Mutter und wollte gerade hinaus in den Wald laufen, um mich abzureagieren, als ich hinter mir ein unterdrücktes Stöhnen hörte. Ich drehte mich wieder um.
,,Mom?!“
Oh mein Gott, meine Mutter war auf ihrem Stuhl zusammengesunken und stierte ins Leere. Nein, nicht auch noch sie ( mein Vater war schon an einem Herzinfarkt gestorben), ich konnte sie nicht auch noch verlieren. Sofort war ich bei ihr und entdeckte, dass sie bei Bewusstsein war. Tränen der Erleichterung schossen mir in die Augen.
,,Leah....!“, stammelte sie und starrte mich an. ,,Ich hatte eine Vision...wie Alice...oh mein Gott!“
,,Was hast du gesehen?“, fragte ich, selbst erstaunt über das Geschehene.
,,Du standest auf einer Lichtung im Sonnenlicht...zusammen mit einem Vampir...ihr habt euch angelächelt...“
Was?!

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BeitragThema: Re: Geliebter Todfeind   Mo März 03, 2014 3:10 pm

Die Begegnung


Vier Tage vor der Hochzeit von Reeneesmee und Jacob konnte ich noch immer nicht an Moms >>Vision<< glauben. Also wirklich, ich, leah, ein Werwolf, würde niemals einen Vampir anlächeln, oder gar wirklich in seiner Nähe sein. Bah, dass ich den Cullens immer schon nahe kam, war genug. Schon die Vorstellung ekelte mich an.
,,Leah, träumst du?!“
Die Stimme gehörte Angela, die sich nach dem >>Umzug<< der Cullens mit mir angefreundet hatte. Wir waren in Port Angeles, um mir ein Kleid für die Hochzeit zu kaufen. Natürlich wusste sie nicht, wessen Hochzeit es war (ich hatte ihr gesagt, eine Bekannte von mir heiratet – stimmte ja auch irgendwie), aber sie freute sich, dass ich sie nach Kleidungstipps gefragt hatte. Seufz, die Hochzeit, davor hatte ich Angst. Nicht vor der Hochzeit generell, sondern vor dem Empfang. Jake hatte mich solange angefleht, dass ich schließlich zähneknirschend zugestimmt hatte, die Gäste als Erste zu empfangen, damit sie noch Zeit fürs Fertigmachen hatten (Haha, wahrscheinlich waren sie dann schon soweit und amüsierten sich über mich.)
,,Leah...Leah!“
Ich schreckte aus meinen Gedanken. Angela wedelte mit etwas vor meiner Nase herum. Und zwar mit dem schönsten Kleid, das ich je gesehen hatte.
,,Na?!“ Sie grinste.
,,Angela, wow! Das sieht super aus!“
,,Dann probier es an!“
Sie streckte es mir entgegen. Schwarzer Samt und eine rot – verzierte Corsage. Himmlisch. Ich lief in die Umkleide und schlüpfte hinein. Als ich herauskam, hielt Angela die Luft an.
,,Es steht dir voll – nimmst du es?!“
Ich nickte überzeugt.
,,Klasse, die Männer werden dir zu Füßen liegen!“
Als ich an der Kasse bezahlte, schweiften meine Gedanken wieder ab. Männer – als ob ich je für einen anderen Mann etwas empfinden könnte. Es gab nur Sam. Scheiße, wieso musste ich eine genetische Sackgasse sein und konnte mich nicht prägen?! Das war total frustrierend.
,,Denkst du gerade an die Hochzeit?“, fragte Angela in diesem Moment.
,,So in etwa...“, murmelte ich.
,,Kopf hoch, du schaffst das schon. In vier Tagen wirst du eine Königin sein!“

Vier Tage später fühlte ich mich überhaupt nicht wie eine Königin. Nervös wartete ich auf die ersten Gäste. Bei meiner Zusage hatte ich nicht daran gedacht, dass ich ja auch die vampirischen Gäste empfangen musste – da hatte ich ja voll keinen Bock drauf. Es klingelte. Na dann, auf in den Kampf. Ich meißelte mir ein Lächeln und ging zur Tür. Zu meiner Erleichterung war es nur meine Mom mit Charlie. Sie lächelten mir ermunternd zu zu und verschwanden in Richtung Garten, wo wie schon bei Edwards und Bellas Hochzeit die Trauung stattfinden würde. In der nächsten Stunde legte ich den Großteil meiner Nervosität ab, weil die kommenden Gäste entweder Menschen oder mein altes Rudel waren. Beim nächsten Klingeln war ich schon fast nicht mehr nervös. Ich öffnete und der widerlich süße Gestank der Vampire schlug mir ins Gesicht.
,,Hallo, junge Gestaltwandlerin.“, säuselte eine Stimme.
,,Wir wurden einander noch nicht vorgestellt, nicht wahr?“
Ich sah auf und dem papierenden Anführer dieser Volturi ins Gesicht. Hinter ihm standen die anderen Papiergestalten, die kleine Hexe, zwei Gestalten mit durch die Kapuze verhüllten Gesichtern und Jessica. Entsetzt stellte ich fest, dass mein Kleid fast auf auf ihre Kleidung abgestimmt war. Na super. Der Anführer lächelte mich an.
,,Verrätst du uns deinen Namen, werteste Gestaltwandlerin?“
Ich schaffte es, ,,Leah Clearwater“ rauszuwürgen.
,,Nun, kleine Leah (klein?!), jetzt ist es an uns, uns vorzustellen. Ich bin Aro und das sind meine Brüder Marcus und Caius mit seiner entzückenden Frau Jessica, dies hier ist Jane...“
Die blonde hexe lächelte ein engelsgleiches Lächeln, ,,und zwei Männer unserer Wache, Demetri und Felix.“
Mit diesen Worten hatten die vermummten Gestalten ihre Kapuzen abgesetzt und musterten mich. Die roten Augen des Dunkelblonden waren fast interessiert (als ob er ein interessantes Schmuckstück bewunderte), während der Dunkelhaarige mich hasserfüllt anblitzte. Ich sah ihm in die Augen, um zurück zu funkeln, als unsere Blicke sich trafen. Auf einmal begann mein Bauch zu kribbeln und ich fühlte mich ganz seltsam. Ich sah diesen Volturi – Krieger vor mir und fand ihn einerseits so schön, dass ich fast geweint hätte, aber gleichzeitig hasste ich ihn so sehr, dass es wehtat. Sein Blick wurde unsicher. In diesem Augenblick fragte ich mich, ob er das Gleiche wie ich fühlte.

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BeitragThema: Re: Geliebter Todfeind   Do März 06, 2014 4:14 pm

Hochzeit mit Problemen




Ich weiß nicht ,wie lange wir so gestanden haben, aber mir kam es wie eine Ewigkeit vor. Als leichte Schritte sich von oben näherten, zuckte ich zusammen und unterbrach den blickkontakt und sah. Dass Bella die Treppe herunterkam.
,,Aro!, rief sie erfreut. Aro lächelte und küsste ihr die Hand.
,,Deine kleine Gestaltwandlerin hat uns herein gelassen und ich denke, es wird Zeit, dass auch wir unsere Plätze einnehmen. Wir wollen ja nicht die Hochzeit unserer teuersten Reeneesmee verpassen.“ Zu mir gewandt fuhr er fort: ,,Es war nett, dich kennenzulernen. Und entschuldige das unhöfliche Benehmen einiger Personen!“
Dabei blickte er den bulligen Wächter an. Dieser zuckte unter dem blick zusammen und hatte, ehe ich mich versah, meine Hand genommen und sie geküsst. Jeech, seine eiskalten Lippen brannten genauso wie sein Gestank.
,,Verzeiht!“, murmelte er pflichtschuldig. Dann zogen sie in Richtung Garten ab. Bella wirkte erstaunt.
,,Wow, so habe ich Felix ja noch nie erlebt. Was hast du mit ihm angestellt?!“
Ich war immer noch viel zu perplex, um zu antworten.
,,Na ja“, meinte sie, ,,Du kannst jetzt in den Garten kommen, die Denalis kommen auch so rein.“ Ich folgte ihr und dachte dabei immer noch an das Gefühl, dass sich bei Felix´ Anblick eingestellt hatte. Das zärtliche Gefühl war so gewesen, wie eine Prägung beschrieben wurde. Oh mein Gott, was passierte mit mir?!

Die Hochzeit war wunderschön. Reeneesmee sah traumhaft aus und beim Eheversprechen musste ich sogar weinen ( Gott, jetzt wurde ich schon sentimental). Nach der Trauung wurde die Stimmung lockerer und ich beschloss, mich ein bisschen abzusondern, um nachdenken zu können. Ich ging langsam auf den Wald zu, als sich von hinten jemand im rasenden Tempo näherte. Bevor ich reagieren konnte, packte mich eine Hand (Iihh, eiskalt) und schleuderte mich gegen den nächsten Baum. Dann wurde ich gegen den Baum gedrückt und Vampirgestank schlug mir entgegen. Ich konnte keine Gesichtszüge erkennen, weil mir schwindelig war (das war nett ausgedrückt – mir war kotzübel!).
,,Und jetzt erzählst du mir, was du mit mir gemacht hast!“, knurrte eine Stimme an meinem Ohr. Sofort verflog der Schwindel und ich konnte erkennen, wer mein Angreifer war: Felix. Sofort flammte Wut in mir auf. Komisches Gefühl hin oder her, so ließ ich nicht mit mir umgehen.
,,Lass los!“, fauchte ich und stieß ihn weg. Er flog gegen einen anderen Baum, rappelte sich sofort wieder auf und zischte. Ich spürte, dass ich mich zu verwandeln begann, das typische Zittern setzte ein. Aber ich wollte noch mit ihm reden ( es kann ja nicht jeder so wie Edward Gedanken lesen), also zwang ich mich, ruhig zu bleiben und das Zittern hörte auf (wäre auch schade um das schöne Kleid gewesen). Felix beobachtete mich, bereit zuzuschlagen. Ich holte Atem und sagte: ,,Ich? Es wär wohl richtiger zu fragen, was du gemacht hast.“
,,Ich?!“, schnappte er. ,,Du hast doch dieses Gefühl ausgesandt, wodurch ich dich anziehend gefunden habe.“
Er hatte es also auch gespürt. Yes, dann bin ich wenigstens nicht allein damit.
,,Ich habe auch nichts gemacht, also denke ich, wir vergessen das Ganze, sodass ich deinen süßlichen Gestank nie mehr riechen muss!“
,,Als ob du besser riechen würdest!“, knurrte er. Ich hatte genug und stolzierte an ihm vorbei in den Wald. Ich war noch nicht weit gekommen, als ich ein Knurren hörte. Oh nein, nicht schon wieder. Aber das Knurren war scheinbar tierischen Ursprungs. Dann sah ich ihn. Ein Monstrum von einem Bären, der direkt auf das Fest zutrottete. Nein! Noch im laufen zog ich mir das Kleid über den Kopf und sprang ab. Noch im Sprung verwandelte ich mich und stürzte mich auf den Bären. Ich hatte jedoch nicht damit gerechnet, dass er so stark sein würde. Ein einziger Prankenhieb schleuderte mich weg. Dann war er über mir, seine Klauen gruben sich durch das Fell in meine Haut. Ich schrie und der Leib des Bären senkte sich auf mich herab. Hatte ich mich wirklich so verschätzt?! Doch plötzlich war der Körper des Bären weg und ich hörte einen brummenden Schrei und ein hässliches Knacken. Ich entschied mich, mich zurück zu verwandeln und schlüpfte wieder in das Kleid. Als ich mich umsah, sah ich den Bären: mit gebrochenem Genick lehnte er am nächsten Baum und vor ihm hockte lässig Felix.
,,Jetzt muss ich schon eine stinkige Gestaltwandlerin retten.“ Er schüttelte den Kopf. ,,Also w...“ Auf einmal traf sein Blick meinen und er stockte. Einen Herzschlag später war er bei mir und zog mich an sich (Uärgh) und dann presste er seine Lippen auf meine (was tut er da?!). Es dauerte einige Sekunden, bis ich bemerkte, dass ich den Kuss erwiderte (Bäh, was tue ich da?!). Ich riss mich los und verpasste ihm eine Ohrfeige. Er starrte mich an und sagte dann fassungslos: ,,Was war das den eben?!“

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BeitragThema: Re: Geliebter Todfeind   Fr März 07, 2014 6:12 pm


Prägung?!


Endlich waren sie weg. Die Gäste und damit auch die Volturi. Gott sei Dank! Felix und ich hatten nicht mehr über diesen seltsamen Vorfall gesprochen, obwohl das schon an mir nagte. Ich hatte den Kuss eines Vampirs erwidert (würg!), hoffentlich würde ich das irgendwann vergessen. Doch seltsamerweise kam mir immer wieder Felix in den Sinn. Na toll! Jetzt saß ich mit den anderen Vampiren, Jake und Reeneesmee auf den Sofas im Wohnzimmer – nicht gerade berauschend!
,,Ist doch alles ganz gut gelaufen.“, sagte Jasper gerade fröhlich. Alle grinsten außer mir – und...Alice?! Mit einem Ruck richtete sie ihren Blick auf mich, schien aber zu allen zu sprechen.
,,Ich kann Felix´ Zukunft nicht mehr sehen.“
Sofort hörte das Gelächter auf.
,,Leah“, fuhr sie fort, ,,hat es etwas mit dir zu tun? Bella meinte, dass du vorhin intensiven Blickkontakt zu ihm hattest.“
Scheiße! ,,Ääh, ja, hatte ich! Na und?!“ Jetzt sahen mich alle an. Na super!
,,Leah, darf ich dich was fragen?!“, schaltete sich schließlich Carlisle ein.
,,Klar.“
,,Hattest du zufällig irgendein komisches Gefühl während dieses Blickkontakts?“ Woher wusste er das nun wieder?! Ich blickte zu Boden, unfähig etwas zu sagen.
,,Carlisle, vielleicht solltest du allein mit Leah sprechen, sie ist ja völlig aufgewühlt!“, sagte Jasper nach einer kurzen Pause.
,,Du hast Recht, das wäre wirklich besser.“ Carlisle erhob sich und bedeutete mir, ihm zu folgen. Wir gingen die Treppe hinauf in sein Arbeitszimmer und Carlisle wies auf einen Stuhl vor seinem Schreibtisch.
,,Setz dich.“
Er nahm ebenfalls Platz und ah mich an. ,,Also, hast du was empfunden bei dem Blickkontakt?“
Nach einer kurzen Pause antwortete ich: ,,Ja, es war, als ob ich ihn gleichzeitig lieben und hassen würde. Ich verstehe das nicht! Weißt du , was mit mir los ist?!“
Carlise murmelte: ,,Interessant!“, überlegte kurz und ging dann zu einem Bücherregal an der Wand und schien etwas zu suchen. Was war bloß los? Ich wusste nicht mehr ein noch aus. Carlisle schien inzwischen das Buch gefunden zu haben, das er suchte. Er schlug es auf, blätterte kurz und begann zu lesen. Nach zirka fünf Minuten grinste er und nach weiteren zehn sah er mich an – etwas erstaunt und fast ungläubig.
,,Ich weiß, glaube ich, was mit dir los ist!“
Er setzte sich wieder hin und wandte sich mir zu.
,,Das ist wirklich außergewöhnlich!“
,,Was denn?!“ Er lachte nochmals.
,,Du und Felix seid durch eine Haine – Prägung verbunden.“
,,Durch eine was?“ Ich verstand nur noch Bahnhof.
,,Haine ist französisch und bedeutet Hass. Also, ich erklär es dir. Wenn ein Gestaltewandler einen so starken Hass für jemanden fühlt, verwandelt sich dieser möglicherweise...bei Blickkontakt in Liebe!“
Ich war perplex. Ich...in Felix verliebt?! Konnte das sein? In Anbetracht der Umstände war das durchaus möglich.
,,Und was mache ich jetzt?“, fragte ich zaghaft. Carlisle seufzte.
,,Tja, es gibt nur eine Möglichkeit.“
,,Und die wäre?“
,,Du musst nach Italien fahren, Felix aufsuchen und ihn aufklären und natürlich herausfinden, was ihr einander bedeutet.“
Oha, das konnte ja heiter werden.

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BeitragThema: Re: Geliebter Todfeind   Mo März 10, 2014 2:06 pm

Italien



,,Hey Leah, keep cool!“ Alice, die neben mir saß, grinste. Die hatte gut reden. Wir saßen jetzt schon seit drei Stunden in diesem blöden Flieger nach Rom. Alice und Carlisle hatten sich überlegt, mich zu begleiten und das beruhigte mich irgendwie (auch wenn sie stinkende Blutsauger waren). Oh mann, ich war total aufgeregt. Auf dem Weg zu einer Vampirfestung, um einem Vampir meine Liebe zu gestehen. Na toll!
,,Meine Damen und Herren, wir befinden uns gerade über dem Pazifik und nähern uns Europa. Bitte genießen Sie weiterhin Ihren Flug.“
Haha, von genießen konnte keine Rede sein.
,,Was denkst du gerade?!“ Alice sah mich interessiert an. Ich seufzte.
,,Ich denke darüber nach, wie absurd das Ganze ist. Ich meine, ich, für die es eigentlich unmöglich ist, sich zu prägen, prägt sich auf einen Blutsauger.“
,,Das kommt ja auch äußerst selten vor.“ Carlisle, der auf der anderen Seite des Ganges saß, beugte sich zu uns herüber.
,,Die Chance auf eine Haine – Prägung bei Gestaltwandlern (also langsam nervt es mich, dass mich alle als Gestaltwandlerin bezeichnen – ich bin ein Werwolf und damit basta.) liegt bei 1:1 Mio.!“
,,Also bist du etwas ganz Besonderes!“, warf Alice ein. Vielleicht wollte ich das ja gar nicht. Ich wandte mich wieder an Dr. Reißzahn (sorry, musste mal raus).
,,Sag mal, Carlisle...“
,,Ja?!“
,,Woher weißt du eigentlich alles über diese Prägung?!“
Er lachte, wurde dann wieder ernst und erklärte: ,,mein Vater war ja ein überzeugter verfolger übernatürlicher Wesen.“
Das hatte ich bis zu diesem Zeitpunkt nicht gewusst. Er fuhr fort: ,,Er wollte sie alle ausrotten, also sammelte er allerhand Wissen über sie an. Darunter auch ein Buch über Werw...verzeihung Gestaltwandler (er hätte auch Werwölfe sagen können). In diesem Buch findet sich eine Vermutung über die Fortpflanzung oder Partnersuche dieser Wesen. Ich zitiere:

>>Der Werwolf liebt auf eigene Art,
bindet einen Einzigen ohne er fragt,
doch manchmal er hasst so sehr,
dass Hassen schon die Lieb wär.
Haine – Prägung ihn manchmal
berührt – und egal welches Wesen,
dies dann auch spürt.<<

Den Rest habe ich recherchiert.“
Es passt, dachte ich benommen. Und es stimmte, dieses Zitat passte genau zu mir und Felix.
,,Ich denke, Leah sollte sich jetzt etwas ausruhen. In nächster Zeit wird sie Anstrengung genug haben!“, meldete sich Alice wieder zu Wort. Carlisle nickte. Ich lehnte mich zurück und war wieder aufgewühlt. Warum passierte ausgerechnet mir sowas?! Auf einmal musste ich an Sam denken. Wenn Emely nicht gewesen wäre, dann vielleicht...Scheiße, es brachte sowieso nichts, darüber nachzudenken. Immer noch in Gedanken versunken döste ich ein.

Rom war eigentlich eine schöne Stadt. Nun ja, bis Alice neben mir auftauchte und meinte: ,,Wenn du Rom schön findest, dann wird dir Volterra noch mehr gefallen.“
na toll, jetzt musste ich schon wieder nur noch an mein Vorhaben denken. Nachdem Alice ein Auto geklaut, oder wie sie und Carlisle es ausdrückten, geborgt hatten, fuhren wir los, in Richtung Toskana bzw. Volterra.
,,Carlisle?“
,,Ja, Leah?“
,,Sag mal...“ Carlisle lachte. ,,Was soll ich dir denn erklären?!“
,,Woher wusstest du...?!“ Er lachte noch lauter. ,,Immer, wenn du etwas wissen willst, sagst du >>Sag mal<<! Ist dir das noch nicht aufgefallen?!“
Nein, es war mir vorher noch nicht aufgefallen. Ich versuchte, meine Stimme halbwegs ärgerlich klingen so lassen, während wir durch weitläufige Weinfelder fuhren.
,,Nun ja, wie auch immer...Meinst du nicht, dass wir in in Volterra aufgehalten werden, immerhin bin ich ein Werwolf!“
Alice und Carlisle wurden ernst und sahen sich an.
,,Nein, ich denke nicht, dass sie uns aufhalten werden. Aro wird sehr erfreut sein, mich, eine Gestaltwandlerin und natürlich Alice zu empfangen. Wir werden ihn wahrscheinlich nicht in alles einweihen, sondern nur erzählen, dass wir uns in einer persönlichen Angelegenheit mit Felix unterhalten müssen!“
Alice seufzte und sagte: ,,Carlisle, das wird er niemals als Erklärung akzeptieren!“
,,Doch, wenn wir ihm versprechen, ihn später aufzuklären. Da Aro mein Freund ist, wird er dem vermutlich zustimmen.“
Okay, dass beruhigte mich nun gar nicht. Wir waren noch ziemlich weit von Volterra entfernt, doch meine Nervosität stieg von Minute zu Minute. So musste sich Bella gefühlt haben, als sie den Ach – so – tollen – Edward gerettet hatte (nicht das ich Alice und Carlisle nicht sympathisch finde – das sind sie auch irgendwie, aber ich mag die Vampire immer noch nicht besonders. Sie sind ja schließlich eigentlich meine Todfeinde.). Tja, Italien war schön. Aber nur, wenn man Zeit dazu hatte, diese Schönheit zu bewundern.

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BeitragThema: Re: Geliebter Todfeind   Di März 11, 2014 2:15 pm

Volterra – Die Vampirstadt




Wir näherten uns in rasender Geschwindigkeit Volterra. Eins musste man Alice lassen – sie konnte wirklich gut schnelle Autos klauen ähm ich meine ausborgen. Man konnte schon einzelne Häuser erkennen. Carlisle und Alice sahen beide gleichzeitig nach hinten zu mir (ja, ich saß auf dem Rücksitz) und fragten: ,,Na, aufgeregt?“
,,Neeeiin, überhaupt nicht!“, erwiderte ich ironisch.
,,Keine Sorge, wir sind in einer Viertelstunde in Volterra, dann gehen wir zur Piazza di Marco und von da aus zur Kathedrale, die uns in den Thronsaal führt.“
Kathedrale und Vampire, das passte ja super zusammen. Ich musste gegen meinen Willen grinsen. Alice hatte sich sogar verschätzt. Nach zehn Minuten erreichten wir bereits die Tore von Volterra. Wir parkten den Wagen am Stadtrand (es ist wirklich so, außer für Ausflugsbusse ist kein Zutritt für Autos zum Stadtinneren – wir mussten zu Fuß gehen.). Voll der Mist. Ich war schon total müde von dem Flug und jetzt auch noch laufen. Uff!
,,Soll ich dich tragen?!“
Carlisle zog amüsiert die Augenbrauen hoch.
,,Nein danke – ich bin nicht müde!“
Doch kurz darauf strafte ich meine Worte mit Lügen, weil ich stolperte und fast hinfiel.
,,Sicher?“
,,Ja, ganz sicher.“, knurrte ich mürrisch. Alice sah mich mitleidig an.
,,Keine Sorge, wir...“
,,Du sagst auch schon wieder >>keine Sorge<< und mir wird vorgeworfen, dass ich so oft >>Sag mal<< sage!“
Alice stutze und überlegte kurz.
,,Gut, dann ohne >>keine Sorge<< - wir sind gleich an der Piazza di Marco. Gut, dass es heute nicht sonnig ist!“
Was stimmte. Wäre der Himmel nicht so verhangen gewesen, hätten meine blutsaugenden Begleiter geglitzert, als würden sie aus Diamanten bestehen. Wie auch immer, wir erreichten die Piazza, die von Touristen bevölkert war. Über uns ragte die Kathedrale auf.
,,Wow!“, entfuhr es mir.
,,Beeindruckend, nicht wahr?! Die Volturi wissen genau, wie sie sich in Szene setzen können, ohne den Menschen aufzufallen.“, meinte Carlisle, obwohl er und Alice ziemlich unbeeindruckt schienen. Wir traten unter den Eingang der wirklich riesigen Tür. Mit einer einzigen schnellen Bewegung brach Alice das eiserne Schloss auf.
,,Tss – Tss, wie unvorsichtig.“, meinte sie schmunzelnd und trat zusammen mit Carlisle über die Schwelle. Ich zögerte noch. Vielleicht führte diese Tür in meinen sicheren Tod.
,,Leah, kommst du?“
Ich schluckte. ,,Okay, ich komme!“
Mit diesen Worten betrat ich die dunkle Kathedrale.

Das Seltsamste, das mir nach dem Betreten der Kathedrale auffiel, war, dass sie von innen nicht wie eine Kathedrale aussah, sondern wie ein Schloss. Wir gingen erst wenige Minuten einen dunklen, gewundenen Gang entlang, als und zwei Gestalten in den langen, grau – roten Kapuzenmänteln der Volturi entgegen kamen und direkt vor uns stehen blieben. Eine war groß, die andere klein und gedrungen. Wider meines Willens schlug mein Herz höher und der unnütze Gedanke ,,Hoffentlich ist der Große Felix!“ schoss mir durch den Kopf.
,,Sei uns gegrüßt, Freund Carlisle.“, ließ sich da die kleinere der beiden Gestalten vernehmen, ,,oh, und natürlich auch du, Alice!“
,,Sei nicht so unhöflich, Jessica! Du siehst doch auch, dass sie in Begleitung einer Gestaltwandlerin (nicht schon wieder) gekommen sind.“
Die Stimme der größeren Gestalt war leicht amüsiert. Scheiße, ich konnte nicht erkennen, ob er nun wirklich Felix war. Jessica, die kleinere Gestalt, setzte ihre Kapuze ab und tat so, als würde sie ihren Begleiter anfauchen.
,,Ich wollte gerade zu Leah (sie warf mir einen Blick zu) kommen! Natürlich ist sie auch herzlich willkommen. Dürfen wir denn erfahren, was euch ohne Anmeldung zu und führt?“
Carlisle räusperte sich.
,,Nun, wir würden gerne mit Aro sprechen – es geht um etwas Persönliches.“
Die große Gestalt hatte nun auch ihre Kapuze abgesetzt – es war der andere Wächter, Demetri und nicht Felix.
,,Aber natürlich, ich denke, Aro wird sich freuen, den Freund und Bruder der Volturi und seine begabten Begleiter zu empfangen.“
Jessica fügte hinzu: ,,Folgt uns!“
Mit diesen Worten führten sie uns weiter den Gang entlang, der, wie ich feststellen musste, eigentlich das reinste Labyrinth war. Schließlich kamen wir in eine Empfangshalle aus Marmor, an deren Ende eine riesige Tür, die ebenfalls aus Marmor bestand, wartete. Demetri und Jessica traten vor die Tür und Jessica rief mit glockenklarer Stimme: ,,Aro, freudiger Besuch für dich!“
Bei ihren Worten öffnete Demetri die Tür. Ich musste zugeben, der Thronsaal der Vampire war wirklich imposant. Fast zentral standen die Throne, auf denen die papierenen Anführer saßen. Mr. Papier schlechthin, also Aro, stand auf und trat strahlend auf uns zu.
,,Bruder Carlisle, Alice und die kleine Leah (klein?!)! Welch´ eine Freude, wirklich!“
Er hielt inne. ,,Nun aber sagt mir, was führt euch zu uns?“
Carlisle und Alice sahen mich eindringlich an. Hatten sie etwa bemerkt, dass ich den Raum hektisch nach Felix abgesucht hatte (okay, ich muss zugeben, ich bin in einen Vampir verliebt. Haine – Prägung hin oder her)?! Alice setzte zum Sprechen an.
,,Nun, wir würden gern mit dir über Felix sprechen.“
,,Felix?!“ Aro legte den Kopf schief. ,,Hat Felix irgendetwas verbrochen?!“
Sie schüttelte den Kopf. ,,Nein, natürlich nicht, aber Leah hier möchte gerne mit ihm sprechen und...“
In diesem Moment stand die Papiergestalt Marcus auf. Der Ausdruck von Langeweile war aus seinem Gesicht verschwunden. Er kam zu mir, beugte sich vor und musterte mich.
,,Haine – Prägung, oder?! Sehr interessant. Wir sollten uns glücklich schätzen, eine Verbündete zu bekommen, die Reeneesmees Jacob so ähnlich ist!“
Er wusste es. Irgendwie hatte es dieser Obervampir herausgefunden. Aro sah Marcus fragend an.
,,Bruder?!“
Marcus hielt ihm seine Hand hin, damit dieser seine Gedanken lesen konnte. Dann lachte Aro auf.
,,Benissimo, welch´ interessante Wendung.“
Er wandte sich mir zu. ,,Du wirst Felix eine wundervolle Gefährtin sein!“
Oh wirklich?! Wäre ja doch ganz schön cool. Selbst Alice und Carlisle lächelten.
,,Nur, da ist gerade ein Problem!“, klang Caius Stimme in die heitere Stimmung. Alle Köpfe fuhren zu ihm herum.
,,Habt ihr denn vergessen, dass Felix gerade nicht unter uns weilt?“
Ich überwand meine Vorbehalte. ,,Wo ist er denn?“
Aro lächelte. ,,Er verbessert unser Verhältnis zu den Rumänen (Anmerkung der Autorin: Rumänen 4-ever)! Wir haben ihn nach Deutschland geschickt, um den Rumänen dort bei ihrem Drakula – Festival zu helfen.“
Er wandte sich wieder mir zu. ,,ich organisiere natürlich einen Flug für euch nach München. Du solltest euer Bündnis bald schließen, teuerste Leah. Nun denn, Demetri wird euch mit unseren Telefonnummern ausstatten, damit wir in Kontakt bleiben, Bruder Carlisle!“
,,Danke, das ist sehr freundlich von dir.“
,,Ich bin immer freundlich. Euer Flug wird in zwei Stunden abheben, also solltet ihr euch beeilen.“
Die Anführer erhoben sich und sagten: ,,Danke für euren Besuch!“
An der Tür erwarteten uns wieder Demeti und Jessica, die uns durch das Gängelabyrinth nach draußen führten. Kurz vor dem Eingang (also unserem Ausgang) drückte Demetri jedem von uns noch ein Handy in die Hand.
,,Hier, auf dem sind sämtliche Nummern aller Volturi aufgezeichnet. Ihr solltet aber Aro persönlich anrufen, wenn ihr etwas wollt! Gute Reise!“
Beide lächelten und verschwanden in der Dunkelheit.
,,Na dann, auf ein neues!“, ließ sich Alice vernehmen, als wir an das Tageslicht traten. Bei dem Gedanken an noch einen Flug krümmte ich mich innerlich zusammen. Urrgh!!

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BeitragThema: Re: Geliebter Todfeind   Mo März 17, 2014 4:24 pm

Liebe?!


Okay, Deutschland war okay. Das sind zwar zwei >>okay<< in einem Satz, aber egal. Wir kamen am frühen Nachmittag in München an. Alice >>borgte<< wieder ein Auto und wir fuhren in Richtung Passau, wo das Drakula – Fest stattfinden würde. Ich nutzte die Fahrzeit, um endlich mal ein bisschen zu schlafen. Na ja, die letzte Stunde rannte ich als Wolf neben dem Auto her, weil ich unbedingt meine Beine vertreten musste. Außerdem hatte ich mich lange nicht mehr verwandelt, also tat es gut, mal wieder auf vier Beinen zu laufen. Kurz vor Passau winkte mir Alice zu. Sie bedeutete mir, zum nächsten Rastplatz zu kommen. Also schön. Kaum stand ich auf dem Rastplatz (natürlich in Menschengestalt), als der rote Ferrari (Alice klaut aber auch nur auffällige Autos) einbog. Alice sprang heraus.
,,Aro hat Felix erreicht!“, platzte es aus ihr heraus, ,,er hat eingewilligt, sich mit dir auf einer Lichtung im Greene – Forest (Anmerkung der Autorin: Hahahahaha Very Happy) zu treffen – jetzt gleich!“
,,Jetzt gleich?!“
,,Ja!“, mischte sich nun auch Carlisle ein. ,,Das heißt, du musst dich beeilen. Der Greene – Forest befindet sich genau an der nächsten Ausfahrt. Aro meint, es gäbe nur eine einzige Lichtung im Wald, also wirst du sie finden können. Ach ja, Felix meinte, er gibt dir 10 Minuten!“
,,Was?!“, kreischte ich. Sofort war ich wieder in meiner Werwolfgestalt und rannte los, in den Feldweg neben der Autobahn.

Carlisle hatte Recht. Genau an der nächsten Autobahnausfahrt mündete der Feldweg in ein Waldstück. >>Greene – Forest<< stand auf einem Hinweisschild und >>Naturschutzgebiet<<. Ich rannte unbeirrt weiter und drang in das Dickicht ein. Nach einer Weile dachte ich:
,,Irgendwo muss doch diese verdammte Licht...Da muss sie sein!“
Vor mir schimmerte trübes Licht durch die Bäume. Ich verwandelte mich zurück und zog meine Klamotten über. Ich war am Rand der Lichtung angelangt. In diesem Moment wurde mir klar, dass ich ein ausgeleiertes Top und dreckige Shorts trug. Na toll! Jetzt würde Felix mich auslachen – egal! Ich ließ meinen Blick über die Lichtung schweifen, als ein Sonnenstrahl die Wolkendecke durchbrach. Da sah ich ihn. Er stand ebenfalls am Rand der Lichtung und glitzerte im Sonnenlicht – Felix!
,,Leah!“, flüsterte er und ich war erstaunt, wie zärtlich seine Stimme klang. Wie in Trance liefen wir über die Lichtung – er war natürlich schneller. Mitten auf der Lichtung trafen wir uns und...küssten uns. Gleichzeitig und perfekt. Danach flüsterten wir: ,,Ich liebe dich!“

Später saßen wir auf einem Baum (er hatte ihn extra hergeschleppt).
,,Seltsam, dass gerade zwischen uns eine Haine – Prägung passiert, nicht wahr?!“
Felix lächelte. Ich nickte und musste in Gedanken zugeben, dass ich meinen Blick nicht von seinem Gesicht wenden konnte. Er sah aber auch gut aus für einen Vampir.
,,Schade, dass ich dich so schnell wieder gehen lassen muss.“
,,Wie?! Aber, ich verstehe nicht...“
Ich war wirklich bestürzt. Sollte ich meinen Seelengefährten jetzt schon wieder verlieren?! Sein Blick wurde sanft.
,,Keine Sorge, nicht für lange. Ich muss den Rumänen erstmal zuende helfen und dann komme ich sofort zu dir, okay?“
Statt einer Antwort küsste ich ihn. Er grinste.
,,Damit wäre das geklärt.“
Er erhob sich, umarmte mich fest (seltsam, sein süßlicher Geruch machte mir nichts mehr aus), küsste mich ein letztes Mal und verschwand. Kurz darauf klingelte mein >>Volturi<<-Handy. Ich nahm ab.
,,Ja?“
,,Noch was, ich verspreche es dir und ich liebe dich!“
Erstickt flüsterte ich:,,Ich liebe dich auch!“ Er lachte und legte auf. Bald würde er zurückkommen. Ich hätte mein Glück laut heraus brüllen können. Ich, Leah, war wirklich geprägt worden, zwar auf einen Vampir, aber trotzdem. Ich war noch nie im Leben so glücklich gewesen. Es war pure Liebe!

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BeitragThema: Re: Geliebter Todfeind   Di März 18, 2014 6:42 pm

Der Anruf


Ich hatte nicht gemerkt, dass Carlisle und Alice hinter mir auf die Lichtung getreten waren.
,,Also können wir ja nach Hause fahren!“
Ich drehte mich um und nickte. Alice kam zu mir und umarmte mich.
,,Ich freue mich so für dich.“
Oh nein, ich musste fast weinen. Als wir wieder im Auto saßen, konnte ich endlich beruhigt schlafen.

Am Flughafen klingelte dann unerwartet das Handy, welches mir Demetri gegeben hatte. ,,Felix!“, schoss es mir durch den Kopf, als ich auf das Display blickte.
,,Hallo?!“
Ich muss sagen, dass mir nichts besseres einfiel.
,,Leah?!“
Seine Stimme klang nervös, hektisch und...ließ vermuten, dass er Angst hatte.
,,Felix? Was ist los?“
,,Hör mir zu, ich kann Aro nicht erreichen. Sag ihm, dass das Drakula – Fest eine Falle war. Sie wollen immer noch Rache. Hast du das verstanden?“
,,Ja, aber...“
,,Kein aber, sag Aro, dass er auf keinen Fall nach Deutschland kommen soll, weil...“
In diesem Moment klang aus dem Hörer ein leises Knurren, dann die Geräusche eines Kampfes.
,,Felix?!“, flüsterte ich. Ich stand da wie erstarrt.
,,Nun, meine Liebe, ich fürchte, du wirst auf deinen Freund verzichten müssen.“
Die Stimme klang kultiviert, sprach aber mit starkem Akzent.
,,Wer...?“
,,Das tut hier nicht zu sagen. Er wird nämlich eine Rolle in unserem Drakula – Fest einnehmen – als Drakula, der auf dem Scheiterhaufen verbrannt wird!“
Aus dem Hintergrund ertönte böses Gelächter und ein Wimmern, das eindeutig von Felix stammte. Aus meiner Kehle drang ein verzweifelter Schrei (es war mir egal, ob mich alle Leute anglotzten).
,,Neeeeeeiiiin!“
,,Tja, Liebes, dafür ist es zu spät. Die Volturi hätten sich nie einmischen dürfen. Also, sag deinen Leuten, dass die Rumänen und die Volturi durch das Opfer (er zischte erfreut) richtig versöhnt sind. Und nun, leb wohl!“
,,Nein, warten Sie, ich...“
Aber der Anrufer hatte bereits aufgelegt. Ich starrte auf das nun stumme Handy. Die Rumänen wollten Felix aus Rache opfern! Aber wieso?! Ich fasste in diesem Moment einen Entschliss. Ich würde Felix retten, koste es, was es wolle.
,,Leah.“
Alice kam auf mich zu getanzt.
,,Unser Flieger geht in einer Stunde, als haben wir noch Zeit und...ist irgendwas?“
Sie hatte meinen bestürzten Gesichtsausdruck bemerkt. Auch Carlisle kam jetzt stirnrunzelnd näher. Ich erzählte den beiden von dem Anruf und fasste mich möglichst kurz. Alice fauchte:,,Die Rumänen! Wie können sie nur?!“
Carlisle schien einen klaren Kopf zu bewahren.
,,Leah, du solltest Aro informieren. Alice und ich holen währenddessen den Ferrari. Mir scheint, wir müssen nochmal nach Passau.“
Ich hatte einen Kloß im Hals.
,,Heißt das, ihr helft mir?“
Er lächelte und umarmte mich ( wow – ihr Gestank machte mir seit dem Treffen mit Felix wirklich nichts mehr aus).
,,Es wird alles gut! Komm, Alice und Leah, du solltest jetzt Aro anrufen!“
Beide verschwanden in Richtung Ausgang. Mir blieb also nur noch die unangenehmste Aufgabe. Na super. Ich holte wieder das Handy hervor, scrollte im Adressbuch, bis ich Aros Nummer fand und wählte.
,,Ja?“, säuselte nach einmaligem Klingeln Aros Stimme in mein Ohr.
,,Aro, hier ist Leah, der Wer...die Gestaltwandlerin. Es ist etwas passiert.“
Wieder schilderte ich in Kurzfassung das Geschehene. Aro hörte zu und sagte schließlich:,,Nun, das ist bedauerlich. Wirst du ihn retten?!“
,,Ja, natürlich!“
,,Sehr schön und stelle dann die Rumänen gleich zur Rede. Ich will dich nicht aufhalten. Bring bitte unseren stärksten Wächter zurück.“
Er legte auf und ich sprintete los, auf den Parkplatz und in den wartenden Ferrari. Los ging´s, wir zogen aus, um Felix zu retten, meinen Todfeind, den ich liebte.

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BeitragThema: Re: Geliebter Todfeind   Mo März 24, 2014 4:08 pm

Gescheiterte Opferungen

Auf dem Festplatz von Passau war der Teufel los. Überall Feuer – das reinste Gift für die Sinne von Alice, Carlisle und mir. Ich hatte erst mit dem Gedanken gespielt, mich zu verwandeln, doch das hätte meine Sinne noch empfindlicher gemacht.
,,Wo findet die Opferung des Drakulas statt?“, rief ich Alice über den tosenden Lärm zu. Carlisle antwortete für sie:,,In der Mitte des Platzes! Wir können Felix aber erst befreien, wenn er auf dem Scheiterhaufen steht!“
,,Wieso?“
,,Weil die Menschen dann glauben, es gehört zur Show! Würde es ein Handgemenge geben, wäre es zu auffällig!“
Das hatte ich verstanden. Alice setzte noch hinzu:,,Doch es gibt ein Problem. Wir müssen ihn retten, wenn das Feuer schon brennt!“
,,Das mache ich!“
,,Leah, es ist gefährlich!“
,,Das ist mir egal!“
Wir kamen zur Mitte des Platzes, wo ein riesiger Holzhaufen aufgetürmt war. Plötzlich donnerte eine Stimme aus den Lautsprechern, hoch und klingelnd, also definitiv ein Vampir.
,,Meine Damen und Herren! Es ist uns gelungen, Drakula zu fangen. Wir werden ihn nun vor aller Augen verbrennen.“
Zwei Männer (es waren Vampire) führten eine vermummte, sich heftig wehrende Gestalt auf den Holzhaufen und ketteten ihn fest – Felix, das musste ersein.
,,Und nun ist die zeit der Opferung gekommen!“
Die Stimme kreischte vor lachen, als der Scheiterhaufen entzündet wurde. Im selben Moment rannte ich los. Aus der Menge kam ein entsetzter Aufschrei, als ich auf den brennenden Holzhaufen sprang und hochzuklettern begann. Als ich Felix erreicht hatte, wurde es bereits ungemütlich warm. Ich riss seine Fesseln ab und wir rannten gemeinsam über das schwelende Holz, bis wir es verlassen hatten. Felix Gesicht war rußverschmiert.
,,Danke!“, flüsterte er und küsste mich.
,,Leah!“
Alice und Carlisle führten die nun nicht mehr vermummten Rumänen herbei. Er wandte sich an den Größeren der beiden.
,,Stefan, wieso wolltet ihr das tun?!“
,,Weil die Volturi Heidi, meine kleine Schwester getötet haben.“
Felix starrte ihn an.
,,Heidi? Aber...sie ist deine Schwester?“
,,Ja!“, mischte sich nun auch Vladimir ein.
,,Sie wurde kaltblütig ermordet!“
,,Aber Heidi ist eine unserer besten Kriegerinnen. Sie ist nicht tot. Ihr könnt das gern überprüfen.“
Er tippte etwas in sein Handy und reichte es Stefan. Nach zwei Minuten klang eine weibliche Stimme aus dem Apparat.
,,Heidi!“, rief Stefan und verfiel in einen rumänischen Redeschwall. Nachdem er nach einer gefühlten halben Stunde das Gespräch beendet hatte, fiel er vor Felix auf die Knie.
,,Die Rumänen bedauern diesen Vorfall und bitten höflichst um Verzeihung!“
Felix antwortete im gleichen Tonfall (ziemlich schräg):,,Die Volturi nehmen unter Vorbehalt die Entschuldigung an und gehen in Frieden.“
Mit diesen Worten winkte er Alice und Carlisle, legte den Arm um mich und führte uns vom Scheiterhaufen und Fest weg.
,,Puh, das ging ja alles gut!“
Alice und Carlisle lachten befreit auf. Carlisle wandte sich Felix und mir zu.
,,Und, was wollt ihr Beide jetzt unternehmen?“
Felix lächelte.
,,Leah und ich werden nicht mit euch kommen. Die Welt steht uns offen!“
Und zum zweiten Mal in meinem Leben weinte ich vor Freude. Ich hatte es geschafft! Die Welt stand mir und meinem geliebten Todfeind offen – für immer!



ENDE!

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So, und hier ist schon das Ende. Wie gesagt, war es meine erste FF überhaupt und ich habe noch etwas rumprobiert. Ich hoffe, sie hat euch trotzdem gefallen I love you 

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